Der Weg durch die sieben Wochen



© Foto: Paul Koncewicz

Den sieben Wochen der Fastenzeit 2016 ist jeweils eine Bibelstelle zugeordnet.

Jede Woche trägt ein eigenes Motto:

1. Woche: Mein Herz wird weit (Psalm 57,8–12) 
Als Mensch vor Gott stehen und das Herz öffnen für seine Weite. Den Herzschlag spüren, wach und lebendig sein! Ein poetischer Weckruf, der uns innerlich bereitmacht für sieben Wochen ohne Enge.

2. Woche: Ich lad euch ein (Mt 9,9–12) 
Eine geschlossene Tür hat viele Schilder: Der passt nicht zu uns! Die kann man doch nicht einladen! Was geht der mich an? Jesus und der Zöllner machen es anders. Sie sitzen an einem Tisch, essen zusammen, begegnen einander. Die Tür ist offen – für alle.

3. Woche: Es reicht für alle (Mt 14,13–21) 
Wenn man nicht bange ist, zu kurz zu kommen, dann können fünf Brote und drei Fische fünftausend Menschen satt machen. Das Speisungswunder plädiert für das große Herz und gegen das Erbsenzählertum – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.

4. Woche: Ist verziehen (Gen 33,1–10) 
Verzeihen, ohne Groll, ohne Vorhaltungen und ohne Ansprüche auf Wiedergutmachung. Das ist wie eine Begegnung mit Gott – mit einem Gott, der den Sünder freundlich ansieht und ihn wieder aufnimmt

5. Woche: Hier ist noch Platz (Lev 19,33–34)
Es kann sehr bitter sein, in der Fremde ein neues Leben beginnen zu müssen – und es kann morgen jedem so ergehen. Da ist es ein Gebot der Mitmenschlichkeit, den Fremden aufzunehmen. Und es ist im Sinne Gottes, ihn zu lieben wie sich selbst.

6. Woche: Ich gönn dir das (Lk 15,25–32)
Ich habe nicht weniger Glück, wenn der andere mehr hat. Wer das weiß und erfahren hat, der kann dem anderen das Glück oder den Erfolg gönnen – und sich mit daran freuen.

7. Woche: Gottes großes Herz (1. Joh 3,16–20)
In Gottes grenzenloser Zuwendung zu uns, dieser übergroßen Liebe, können auch wir geben, schenken, teilen, füreinander sorgen. Weil wir gehalten sind in Gott, der immer größer sein wird als unser Herz.